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Bytow

 

Burg in Bytów (deut. Bütow)

 

Die Burg in Bütow wurde durch den Deutschen Orden in den Jahren 1389-1405 errichtet. Die Bauarbeiten wurden unter Leitung des Baumeisters Nikolaus Fellenstein durchgeführt. Das ganze Bauvorhaben fiel auf die Amtszeit von Jacob von Reinach (Bütower Ordenspflegers) und Konrad von Jungingen - des Hochmeisters des Deutschen Ordens. Als Lokalisation wurde eine Anhöhe gewählt, die die Stadt übergeragt hat und die natürliche Verteidigungsgemeinschaften besitze. Die damals moderne Burg diente als Sitz der Verwaltungsbehörden des Ordens, als Grenzwachturm sowie als Gasthof für die Ritter, die unterwegs nach Marienburg waren. Im Sitz des Bütower Ordenspflegers befanden sich vermutlich ständig bis zu einigen zehn Ordensrittern mit Knappen und Knechten. Vollständige Burgbesatzung bestand aus einigen Dutzend Personen.

 

Während des Dreizehnjährigen Krieges (1454-1466) geriet die Bütower Burg dank den Bürgern von Danzig in die Herrschaft des polnischen Königs Kasimir der Jagiellone. Der König hat die Burg nachher Erich II, dem Herzog von Pommern-Wolgas, zugeteilt. Seit dieser Zeit befand sich die Burg unter der Herrschaft der Greifen bis zum Tod des letzten Vertreters dieser Dynastie - Bogislaw XIV.

 

Die Burg wurde durch die Greifen in der zweiten Hälfte des 16. Jh. ausgebaut und im ersten Hälfte des 17. Jh. diente sie als Sitz der Verwaltungsbehörden sowie als Sommerresidenz des Herzogs. Gegen 1560 fanden die Umbauarbeiten am Hof statt und man begann mit dem Bau des Herzoghauses. Nachher wurde an der Verbindungsmauer ein zweites, fast identisches, jedoch etwas kleineres Gebäude - die Herzogskanzlei - errichtet. Prachtvolle Bauwerke mit Treppentürmen haben der Fürstenresidenz einen Renaissance-Charakter verlieht.

 

Zwischen 1637-1657 befand sich die Burg mit dem gesamten Land Bütow unter Herrschaft von polnischen Starosten.

 

Im Jahre 1656 wurde die Burg durch die Schweden erheblich beschädigt und in 1657 aufgrund des Vertrages von Bromberg geriet sie mit der gesamten Landen Lauenburg und Bütow in die Herrschaft des Markgrafen von Brandenburg - Friedrich Wilhelm. Sowohl die Burg als auch die Stadt und die nah gelegenen Dörfer waren damals durch die schwedischen Truppen vernichtet und geplündert. Nachdem die Schweden im Jahre 1656 den Pulverturm in die Luft gesprengt und beinahe alle Bauwerke verbrennt hatten, blieb von der Burg nur die Außenmauer erhalten. Trotz mehrerer Anstrengungen gelang es nicht, die vergangene Pracht der Burg wiederherzustellen.

 

Die Burg verlor also ihre ursprüngliche Bestimmung und diente seitdem u. a. als Sitz des Gerichts und der Finanzbehörden. Einige Burgteile wurden als Wohnräume der Behörden gebraucht und andere dienten als Lager- oder sonstige Nutzräume.

 

Nach 1930 haben die deutschen Behörden die Bütower Burg in Schulungszentrum und Jugendherberge umgewandelt. Die damals angefangenen Renovierungsarbeiten hat der Ausbruch des 2. Weltkrieges unterbrochen.

 

In den 60er Jahren wurde der Umbau erneut unternommen, was zur Eröffnung des Ostflügels der Burg beigetragen hat. Der Flügel diente als Sitz der öffentlichen Stadtbibliothek. Im Jahre 1980 wurde der Südflügel öffentlich zugänglich gemacht. Hier wurde Hotel und Restaurant "Zamek" (www.hotelzamek.com.pl) lokalisiert.

 

In Nordflügel, der im Jahre 1991 renoviert wurde, befindet sich der Sitz des West-Kaschubischen Museums (Muzeum Zachodnio-Kaszubskie). Das Museum verfügt über 15 Ausstellungssäle auf drei Etagen des Ordenshauses und zwei Etagen des Mühlturmes. Als ständige Ausstellungen werden Denkmäler der materiellen Kultur von Kaschuben, künstlerisch-historische Sammlungen, Elemente der ehemaligen Ausstattung von Kirche des hl. Georg, Bildnisse der Pommerschen Herzöge sowie Waffen und Ausrüstung präsentiert. In der letzten Etage des Mühlturmes befindet sich eine ständige Ausstellung, die der Geschichte der Burg und ihrem Wiederaufbau gewidmet ist.

 

 

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